Sonntags, 6 Uhr 10 irgendwo in Brandenburg…

Ich träumte gerade von Robbie Williams. Er sollte auf dem Marktplatz unseres beschaulichen Städtchens singen.  Sarah und ich standen ganz vorn an der Absperrung  mit einem Stift und einem Ticket in der Hand, wir Autogramjägerinnen.  Wir waren so gut vorbereitet. 😁 Um 6 Uhr 10 sagt eine freundliche Stimme in mein Ohr: „Mama! Ich habe Hunger! Los komm, lass uns aufstehen!“ Ich werde wohl nie erfahren was aus dem Moment am Absperrgitter geworden wäre😂.

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Stempeln oder „Der private Zeitschrifteneingang“

„Mama weißt Du, ich möchte gerne stempeln! Kannst Du mir einen Stempel von Deiner Arbeit geben?“ 

Ruft das Kind, während es mit seinen blinkenden Turnschuhen die Treppe zu mir ins Büro hochgestampft kommt. Gestampft ist hierbei wörtlich zu nehmen, denn nur dann blinken die Turnschuhe auch richtig. Ich ergatterte das letzte Paar in ihrer Größe heute in einem bekannten Discounter, einem der mir auch schon für „Blinke-Regenstiefel“ bekannt ist. Die Qualität ist ganz ordentlich und für die Kita reicht es allemal.

„Mama, ich brauche auch solche Karten, wo ich drauf stempeln kann!“, ist die zweite Aufforderung der ich gerne nachkomme. Natürlich bekommt das Kind den großen Eingangsstempel für Zeitschriften  aus meiner mobilen Arbeitsausstattung und dazu ein paar kleine gelbe Karteikarten. Damit düst sie glücklich ab und stempelt was das Zeug hält. Nur 5 Minuten später ist sie bereits wieder die Treppen hochgestampft:

„Mama, Papa und ich brauchen noch mehr von den Karten!“

Natürlich. Ich vermute sie inventarisieren unseren gesamten privaten aktuellen Zeitschriftenbestand. 😀

 

 

Zwischen Kinderpups und Tennisball

tummelten sich gestern etwa 25 Kleinkinder an einem sonnigen Julinachmittag in einer Sporthalle. „Kinderturnen Schnupperstunde“. Eine kleine Thronfolgerin von inzwischen 3 Jahren und 7 Monaten wünschte sich schon lange den Besuch in der Sporthalle, an der sie sonst mit dem Laufrad, zu Fuß und mit dem Fahrrad vorbei fuhr. Unzählige Male drückte sie sich bereits die kleine Nase an der gläsernen Eingangstür platt. So eine Sporthalle muss nach Abenteuer riechen, so viel Platz, diese unendliche Weite der Halle, Bälle, Matten, Kletterstangen. Nicht für alle ein Paradies (mich) für sie wohl schon.

Zusammen mit Thronfolgerin’s  kleinem Kitafreund H. der schon viel länger zum Kinderturnen geht trafen wir uns also gestern zum langersehnten Turnen.

Wenn man gefühlte 100 Jahre keine Turnhalle von innen gesehen hat, erinnert man sich spätestens beim Betreten der Umkleideräume wieder an seine eigene Zeit im Sportunterricht. Abgewetzte Bänke, komische Haken, ein umgefallener Mülleimer, Spinnenweben am Fenster. Komischer Geruch. Einige Eltern haben schon 20 Minuten vorher den sportbegeisterten Sproß umgezogen und sich selbst natürlich auch. Ambitionierte Väter in Jogginghosen, zwei an der Zahl. Dazu gefühlte 20 Mütter die den Kindern Gang machen, dass sie mit dem Umziehen jetzt doch mal fertig werden müssten. Zack Zack.

Thronfolgerin geht in Leggings und T-Shirt wie sie just aus dem Kindergarten kam und zeigt angeberisch ihre rosa Schläppchen vor.

„Guck mal H.“, sagte sie „meine Schläppschän, die sind aber nur für Mädchen!“ H. schaut kommentarlos auf die Schläppchen steigt in seine Turnhose uwährend er tief ausatmet. Ganz schön anstrengend aund dann noch die Turnschuhe alleine anziehen…

Die ersten Runden Parcour arbeitet Thronfolgerin völlig aufgeregt ab. Sie lässt los und läuft. Sie folgt ihrem Freund Hendrik und als ich sie so von hinten betrachte, war er wieder mal da, mein ganz persönlicher „Oh bist Du schon groß Moment!“. Waren wir nicht gerade erst noch beim Babyschwimmen, wo Du ohne Deinen Nucki im Wasser überhaupt nicht überleben konntest, der Kurs, den wir zweimal beginnen mussten weil Du beim ersten Mal einfach noch zu klein dafür warst. Nicht ganz ohne Stolz verfolge ich ihre selbsbewussten Schritte Richtung Kasten, davor eine riesige Matte. Sie zögert. Sie dreht sich rum und rennt dann doch wieder weg. Sie rennt mir in die Arme mit den Worten

„Ach Mama, das Große da, das traue ich mich nicht!“.

Ich ermutige sie und gehe mit ihr, halte die kleine Hand und zack ist der Sprung vom Kasten auf die Matte dann doch geschafft. Stolz wie Bolle rennt sie davon zum nächsten Parcour. Ich bin eine Mutter und zwei Väter die den Sport aktiv mit ihren Kindern begleiten, alle aus dem gleichen Grund: „Komm mal mit, ich trau mich nicht!“.  Es ist okay.

Die Masse der Eltern ist allerdings froh dass sie endlich mal ihre Ruhe hat so scheint es. Die ganze Bankreihe lang sitzen sie an der Wand, starren gedankenverloren in ihre Smartphones oder wahlweise in die tobende Halle. „Endlich mal ne Pause“ spricht der müde Blick aus vielen Gesichtern.

Als Gruppenspiele dran sind wird es der Thronfolgerin dann doch zu viel. Trotzdem ich mit anderen Eltern mit im Kreis sitze gelingt es uns nicht, die anfängliche Begeisterung mit gutem Zureden zu beleben. Neben mir pupst es aufgeregt links und rechts schon ordentlich, die Bewegung erzielt erste Wirkung. Einige werden ungeduldig und vor allem hungrig.

Zur Entspannung sollen die Kinder einen Tischtennisball auf dem Bauch auf der Erde liegend, Richtung Trainer pusten. Die Luft ist leider raus und auch Thronfolgerin stampft nun missmutig mit den Füßen auf den Boden

Alles blöd, jetzt will ich aber nach Hause“. 

Nach einem gemeinsamen Abschiedslied rennen alle Kinder lauthals aus der Halle. Thronfolgerin fängt an zu Weinen. Leider kann auch H. nicht trösten und wir müssen nach Hause. Es ist halb Sechs und die Kinder sind k.o. Ein paar Chicken Nuggets retten Thronfolgerin den Abend. Papa berichtet sie später mit großen Augen wie toll es

„In ihrer Sporthalle“ war ;-).

Wild Late Night Shopping im Supermarkt

Abends im Supermarkt. Nach 12 Stunden Krankenschwester-Knuddelknutsch-Mama-Eisenbahnaufbauerin, Vorleserin, Malvorlagenanbieterin, Knetebastlerin, Steck- und Brettspiele geduldig Spielerin und für Frisuren Hinhalterin, entfliehe ich um 20:00 Uhr 10 zurück liegenden Stunden mit der Thronfolgerin in einen: Supermarkt. Dafür suche ich mir den größten in unserer Stadt aus und nenne es Shopping. DAS Tageshighlight in der Aussenwelt. Bedüdelt von angenehmer Chill Out Musik ziehe ich meine Bahnen durch die Obst und Gemüseabteilung. Welche aussergewöhnliche Frucht soll wohl heute noch meinen Tisch bereichern. Ach nee, ich lass es, liegt nur rum und am Ende isst es keiner. Ich ziehe vorbei am sogenannten „Vegan Food Regal“, überlege was nun gesünder ist, mein geliebtes saftiges Rindersteak oder mit Reisschleim zusammengeklebte Semmelbrösel die einen Veggie Burger abgeben sollen. Ich bleibe beim Steak und interessiere mich Null aber auch Null für das grün-gelbe Regal. Die neuen Vegan Farben. Wo grün für die Hoffnung steht passt das ja ganz gut. Hoffentlich bald weg.

Ich verliere die Orientierung zwischen 500 Joghurt- und Quarksorten und will einfach nur meinen ganz einfachen, heissgeliebten Kokosjoghurt für 49 Cent. Mein erstes Highlight. Check. Neben Brot,  Joghurt und zwei Tüten Fix für Carbonara Sosse findet sich ein Feigen Sahne Meerettich ein, er harmoniert sehr gut mit einem Hausmacher Harzer und Spinat-Ricotta Fisch Nuggets. Check. Mensch, da hab ich aber heute richtig zugeschlagen, für die Thronfolgerin und mich. Ehe ich es vergesse: ich leiste mir den teuersten Tomaten-Mozarella Würzer den ich finden kann, denn wenn ich irgendwo keine Abstriche mache, dann bei Tomate-Mozarella. Aus diesem Grund hatte ich heute noch kein Abendbrot. Während die Thronfolgerin Nudeln mit Carbonara Sosse verdrückte, stand ich schon mit einem Bein im Supermarkt, Tomaten und Mozarella kaufen. Nein, Nein, ich bin ich nicht müde. Im fast menschleeren Supermarkt laufe ich, die Haare gekämmt, das Make Up noch immer frisch vom Tag langsam Richtung Ausgang. Ich möchte mir Schokoladen-Sahne Likör hinter die Binde kippen – quatsch, eine Buttermilch mit Erdbeergeschmack wollte ich noch mitnehmen, für morgen als gesunden Vormittagssnack. Das rede ich mir ein bisschen schön und frage mich auf dem Weg dorthin, in der TK Abteilung, beim Blick ins Obst-TK-Regal, ob ich auch eine  Tüte „Smoothiemischung“ „Wild Berries“ brauche, oder ob ich es gerade noch alleine schaffe ein paar Beeren, einzeln zusammengestellt von mir, in den Mixxer zu werfen. Ich Wilde ich. Ich liebe das Risiko.- in der Küche. (Mikrowellen können übrigens von innen brennen!)

Todesmutig schlurfe ich durch die Chips- und Flipsgasse. Ein kurzer Blick nach rechts lässt mich stutzig werden. Meine Lieblingserdnussflips – verschwunden. Nicht zu fassen. Schon kein Likör, jetzt keine Flips. Ich kneife die müden Augen zusammen und singe innerlich Sabrina Setlur nach: „Du siehst sie nicht, Du siehst sie einfach nicht, und sie sind immernoch im Soooorttiiiimmeeheeeennnnt!“. Verdammt, sie sind es nicht. Enttäuscht greife ich zur Hausmarke des Supermarktes. Mit Flips muss man echt vorsichtig sein. Die ganz teuren schmecken nämlich unglaublich billig.

Den krönenden Abschluss meiner ausgedehnten Shoppingtour bildet ein Vater, seines Zeichens tierisch entnervt und müde, mit seinen zwei Töchtern. (Vegan for Fit, versteht sich) Sie schleichen schon mindestens so lange wie ich durch den Laden und bleiben wegen länger anhaltenden Diskussionen über Produkte für eine, wie ich vermutete, Geburtstagsparty „der Kleinen“ oft stehen. Der beste Satz allerdings schallmaite dann am am Chipsregal an meinem Ohr vorbei: „Ich brauch noch Gummibärchen – aber vegane, ja!“ Natürlich. Was denn sonst. Oh Gott diese Gelatine aus Rinderknochen, also sie ist ja bekannt dafür, die Weltherrschaft an sich zu reissen. Am liebsten wäre ich demonstrativ daneben getreten und hätte mir zehn Beutel Bonner Gummitiere in den Einkaufswagen geschmissen. Ich entschied mich es zu lassen, damit die junge Dame am Regal nicht in Ohnmacht fiel. Und so knabberte sie noch lang, am Abend ihres 18. Geburtstages an veganen Chips und Gummibärchen. Das ist es doch, was man später auf jeden Fall mal seinen Kindern erzählen möchte. Da fallen doch meine 7 oder 12 Tequila an meinem 30. doch kaum ins Gewicht…nicht wahr.

Thronfolgerins Trotzköpfchen – Teil 2: „Thronfolgerin mag nicht schlafen!“

Gefühlte 400 Stunden brachten wir in den letzten Wochen damit zu, das Kindlein schlafen zu legen. Ein gefühltes halbes Jahr, war die Welt am Abend hier in Ordnung. Wir folgten unserem Rhythmus, das Einschlafritual liebevoll gestaltet und  es lud zum seeligen Wegschlummern (was besonders bei Papa in geringen Dosen schon zur Wirkung führte) ein. Es war himmlisch.

Der Auslöser, der dieses himmlische Ritual mit aller Kraft zerstörte war die Zeitumstellung. In der Stillzeit: kein Problem. 1 – 1/2 Jahre : kein Problem. 2 Jahre: Ein Problem. Danke Welt. Wann wird das endlich abgeschafft?

Natürlich ist kein Kind plötzlich eine Stunde eher müde. Hat kein Kind eher Hunger oder reißt sich darum noch früher in die Kita zu müssen. Und wir haben wirklich alles versucht, die Umstellung so angenehm wie möglich für uns alle zu gestalten. Bisschen nach der alten Zeit weitergelebt, doof nur, wenn Eltern dann doch morgens um vier statt der alten Zeit um 5 Uhr gähnend aus dem 6,5 stündigen Halbschlaf erwachen und sich fragen, wie sie die nächsten 14 Stunden überleben sollen. Und so wird aus Zeitumstellung plötzlich Frühjahrsmüdigkeit…für mich schon lange kein Phänomen mehr.

Die Natur sorgt dafür, das man als „Neu-Eltern“ zum Glück keine Zeit hat, vor und mit dem Kind zahllose Ratgeber zu lesen oder fortan im Alltag mit der Weisheit des goldenen Löffels zu hantieren. Das Tolle ist zu aller erst: man hat befreundete Eltern, denen es auch so geht, oder schon so ging. Das sind mir die liebsten Gesprächspartner: praxisnah und immer ein Lächeln zur eigenen Geschichte auf den Lippen. Sind natürlich nicht alle so. Gibt auch die Mütter, die man weitläufiger kennt, die von den Superkindern: „Bei uns ist das nicht so. Nein, sowas kenne ich nicht. Ach wirklich – nein also T. macht das trotzdem so, wenn ich das sage!“ (Danke Mama A. für Deine zahllosen, beeindruckenden Beispiele der perfekten Familie). Schon klar: erzähl es doch irgendwem, aber nicht mir…Diese unechten Mütter sind mir suspekt:  „Bei uns gibt’s eigentlich damit keine Probleme“. Kotz.

Zurück zum Abend. Wir haben eigentlich alles durch, was man da so erwarten kann, wenn Kinder nicht ins Bett wollen. Beliebte Einheiten des Moduls nicht schlafen wollen:

  • „Mami, hab noch Durst!“
  • „Nein – noch eine Geschichte!“
  • „Nein, nicht Licht ausmachen!“
  • „Nein, bin nicht müde!“
  • „Ich hab da Aua – Salbe drauf machen!“

Da kann man jetzt drauf eingehen, in jeder Variante vielleicht einmal, wenn man nur 80% von 100% kosequent ist, aber dann muss es gut sein. Erfahrene Eltern wissen: jetzt geht die Party erst richtig los. Man kann jetzt eigentlich auch die Kaffeemaschine einschalten und sich noch ein Stück Kuchen dazu holen. Das Unterhaltungsprogramm machen die Kinder. Hier die Thronfolgerin. Wer braucht schon Tatort, wenn der eigene doch immer noch der beste ist?  Beste Schoweinlagen der letzten vier Wochen:

  • Bücher aus dem Bett werfen
  • Kuscheltiere gegen die Wand und aus dem Bett werfen
  • Bettzeug rauswerfen
  • Sich auf die Erde legen und schimpfen
  • (Wüten, Weinen, Bocken, Schreien – immer inklusive und für Eltern kostenlos)

So ein privater Blockbuster dauert dann schon mal so seine Zeit. Danach kann man dann eigentlich auch direkt selbst ins Bett gehen, weil man vom Kind beruhigen und irgendwie in den Schlaf bringen selbst völlig fertig ist. Man beachte hierbei, das  der normale Alltag für einen ja auch noch weiter läuft und man ja schon deswegen auch abends mal irgendwann müde ist.  Auch hier wurden uns längere Erklärungen, das das Licht nach der letzten Geschichte zu Löschen ist und warum zum Verhängnis. Auch das war uns so vielleicht nicht immer klar, weil wir immer dachten es fördere das Verständnis 😉 Man kann halt auch zuviel reden -noch – das haben wir nun gelernt.

Fortan klappte es mit kurzen Sätzen besser, wie ich sie unten im Artikel schon genannt habe.  Überdies haben wir noch einmal gemerkt und von der Kinderärztin auch empfohlen bekommen: uns strikt an den immer wieder gleichen Tagesrhytmus zu halten. Ich merke, das es es besser klappt wenn eine 2 1/2 Jährige nicht schon zu müde ist und noch nicht übermüdet ins Bett geht. Auch dieses gefühl muss man immer mal wieder neu überprüfen und nicht weil die Gewohnheit einen lahmt, die Zeiten verschieben. Hat natürlich zur Folge das wir nun an einem Samstag auch um 6:10 aufstehen werden, aber so sei es, wenn die Thronfolgerin abends damit super um 19 Uhr in den wohlverdienten Schlaf kommt.Wie so oft denke ich an dieser Stelle: Mütter, mit zweien und mehr Kindern, (wie macht ihr das bloß?) Mütter, die ihr allein erzieht: Hut ab! Ohne Papa hätte ich DAS nicht aushalten wollen.

Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen sie bitte Ihr Herz und Ihren Verstand. Empfohlene Packungsgröße N 1000.

Mein besonderer Dank gilt: Katrin.

Kommunikation in Zeiten der Trotzphase

Einige gute Sätze für die Trotzphase möchte ich hier festhalten. Es ist nicht immer einfach, das richtige Wort für eine 2 1/2 Jährige zu finden. Wenn man aber vorher weiß, dass viele Erklärungen von den unliebsamen Sachverhalten des Trotzens im kindlichen Kopf höchstens eine halbe Stunde hängen bleiben und danach vergessen werden, ist es sinnvoll diese am besten gleich ganz stecken zu lassen. Das Gehirn eines 2 1/2 Jährigen Kindes besitzt diese Fähigkeit einfach noch nicht, sich die Erklärung so zu merken, das die Cornflakesschüssel nicht noch einmal durch den Raum fliegt. Was es sich aber sehr gut merken kann, sind ständige Wiederholungen der immer gleichen Worte, wann immer sie notwendig werden. Natürlich mündet auch nicht jede feine Wiederholung sofort im Erfolg. Hier kommt der zweite wichtige Baustein hinzu: die Konsequenz der Wiederholung.

Jeder noch so „strengere“ Satz ist immer in den liebevollen Begleitung und Belobigung des Kindes zu beenden. Der stetigen Motivation im Sinne von:

„Ja ich verstehe, das Du keine Lust hast, aber du und ich machen das jetzt so!“, zum Beispiel. Einfach nicht lockerlassen aber dennoch liebevoll weiterführen.

Hier einige Beispiele:

  • „Ich möchte das Du:  dich ordentlich hinsetzt,  das Papier dort aufhebst, die Füße bitte stillhälst….
  • „Ich möchte, dass Du Dich jetzt ausziehst, hinlegst, kurz zuhörst…“

Wichtig hierbei ist es, auf Rat meiner Kinderärztin den Blickkontakt mit dem Kind zu halten, etwa 30 cm Entfernung.  Die Stimme ändert sich automatisch durch die Ausführung der Sätze. Man muss dazu weder laut werden noch sonst wie ungehalten. Es kostet natürlich erstmal Überwindung. Ein „Lass das!“. „Hör auf damit!“ geht natürlich leichter über die Lippen, aus unserem gewohnten Sprachgebrauch heraus – und bei uns war das ja schließlich auch schon immer so…

Das wichtigste in dieser Kommunikation sind hier die „Ich und Du“ – Botschaften.

  • „Gute Nacht, es ist Zeit das Du schläfst“
  • „Du machst bitte das Licht aus und ich gehe raus!“
  • „Gute Nacht, Du musst jetzt schlafen, es ist spät!“

(Knuddeln, Knutschen, Kuscheln gehören vorher selbstverständlich dazu und sollten niemals und in keiner Situation unterschlagen werden)

Ungünstige Formulierungen, wie auch wir sie erst benutzen sind:

  • „Wir gehen schlafen!“ – Was ja nicht stimmt, Eltern bleiben wach. Kinder wissen das, und das erzeugt Widerstand.
  • „Wir machen nach der letzten Geschichte das Licht aus…!“
  • „Wir ziehen uns an und müssen los“
  • Und unser bester Satz: „Wir schmeissen nicht, weil …. (Erklärungsmodus…)

 

Good Luck 😀 – wünschen Eltern, die dazu gelernt haben.